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Name:2017/B/2581  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:19.07.2017  
Betreff:Freiraumplanerische Gestaltung und Nutzung Außengelände Sekundarschule
Vorstellung Entwurf
DokumenttypBezeichnungAktionen
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Der Entwurfsplanung zur Gestaltung des Außengeländes der zukünftigen Sekundarschule an der Winkelstraße wird zugestimmt. Die Verwaltung wird beauftragt, alle weiteren Maßnahmen zur Umsetzung zeitnah auf den Weg zu bringen und – soweit nicht schon geschehen – Mittel im Rahmen des Gesamtbudgets an entsprechender Stelle in den Haushalt 2018 einzustellen Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, Förderanträge für die Herstellung der öffentlichen Bereiche zur Mitfinanzierung zu stellen.


Die Gemeinde Wadersloh baut eine neue Sekundarschule auf dem Schulgelände im Bereich Winkelstraße im Süden und der Carl-Diem-Sporthalle im Norden. Die Fertigstellung des Hochbaus ist für den Frühsommer 2018 geplant. Die Außenanlagen werden parallel bzw. im Anschluss hergestellt.

 

Nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme sind zwischenzeitlich die Planungen zur Infrastruktur und der Gestaltung des Außengeländes erstellt worden. Das Gelände um den Schulkomplex herum untergliedert sich in verschiedene Bereiche, denen unterschiedliche Nutzungen zu Grunde liegen.

 

Im nachfolgenden werden die verschiedenen Bereiche in ihrer Lage, Ausgestaltung und mit ihren Nutzungsanforderungen kurz vorgestellt:

 

  1. Bushaltebereich an der Winkelstraße

 

Die vorhandenen Haltespuren für die Busse müssen an die höheren Schülerzahlen und an den damit verbundenen steigenden Busverkehr angepasst werden. Dies hat zur Folge, dass die Aufstellflächen für die Busse verlängert werden. Eine Verlängerung kann nur nach Westen in Richtung Fahrradstellplatzanlage erfolgen. Der Bedarf an Fahrradabstellplätzen wird an die heutigen Anforderungen angepasst und neu geordnet.

 

  1. Vorplatz

 

Den Eingangsbereich des neuen Schulkomplexes bildet der auf dem Bushaltebereich nach Norden hin folgende Vorplatz zwischen dem ehemaligen Toilettengebäude, dem Schulgebäude und der neu entstehenden Mensa. Dieser Vorplatz soll einen einladenden Charakter erhalten und außerhalb der Zeit als Empfangsbereich für die Nutzer der Schule, auch als ein öffentlich genutzter Raum für  alle Bürgerinnen und Bürger dienlich sein.

Zwischen der Winkelstraße und dem Vorplatz besteht ein Höhenunterschied. Um die Anbindung an die Gebäude barrierefrei zu halten, ist dieser Höhenunterschied zu überwinden. Darum kann der Vorplatz nicht komplett in einem normalen Mindestgefälle von 2,5 % ausgebildet werden. Im Süden der Mensa soll darum eine „Terrasse“ angeschlossen werden, die mit einer Treppenanlage gefasst wird. Daneben befindet sich die Lieferzufahrt für die Mensa. Auf der westlichen Seite wird der Höhenunterschied mit einem „L-Profil“ abgefangen. Die gestalterischen Maßnahmen werden in der Sitzung vom Architekten näher erläutert.

 

  1. Durchgangsbereich

 

Mit der Stellung der Gebäude entsteht ein dazwischen liegender Freiraum, der Vorplatz und nachfolgenden Schulhof (8.-10. Klasse) verbindet. Der Gestaltungsentwurf greift diese Situation auf und verstärkt sie, indem eine betonte Achse „Sichträume“ vom Bushaltebereich bis hin zur Carl-Diem-Sporthalle erschließt. Diese Achse gibt dem Schulkomplex und den umliegenden Bereichen eine gewollte Leitfunktion.

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Schulhof 8.-10. Klasse

 

Der Schulhof für die älteren Schüler schließt sich nördlich den Schulgebäuden an. Er bietet genügend Aufenthaltsraum mit wenigen Spielgeräten, aber dafür mit mehr Sitzmöglichkeiten. Auch die angrenzende Rasen- und Gehölzfläche wird mit in den Bereich einbezogen und verbessert die Aufenthaltsqualität, wie im frühen Planungsstadium bereits in den politischen Gremien und in der BAGS diskutiert.

 

  1. Schulhof 5.-7. Klasse/ öffentlicher Spielplatz

 

Westlich der Schulgebäude entsteht der Schulhof für die Klassen 5-7. Er soll gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich sein. Um den vorhandenen Raum zwischen Sportgelände (TuS Wadersloh) und angrenzender Bebauung sinnvoll auszunutzen, soll ein Spiel- und Aufenthaltsplatz auf einer dann zusammenhängenden Fläche im Bereich des vorhandenen Beachvolleyballfeldes entstehen. Das Beachvolleyballfeld wird zeitgleich an anderer Stelle auf dem Sportgelände wieder hergerichtet.

Für die Ausgestaltung des Geländes soll gemeinsam mit interessierten Schülern dieser Jahrgänge ein Workshop zur Ideenfindung durchgeführt werden. Dazu hat die Verwaltung das Büro Ideenwerkstatt Lebenstraum e.V. engagiert, das im Bereich der Planung von Aufenthaltsflächen für Kinder und Jugendliche eine jahrelange, erfolgreiche Projekterfahrung auch hier vor Ort besitzt.

 

Das Büro lädt dazu alle Interessierten zu einer Auftaktveranstaltung in die Realschule am 19.09.2017 um 19:00 Uhr ein. Der Workshop, bestehend aus Raumanalyse und Planungswerkstatt, findet dann jeweils morgens mit den angemeldeten Schülern am 26.09. und 27.09.2017 statt. Die erarbeiteten, kreativen Ideen zur Raum- und Spielgerätegestaltung werden anhand von Modellen dargestellt. Die Präsentation und –soweit machbar – auch die Umsetzung der besten Ideen erfolgt im weiteren Planungsprozess.

 

  1. Parkplatz/ Multifunktionsfläche (Richtung Norden Carl-Diem-Sporthalle)

 

Der Bedarf an Parkraum wird allein durch das deutlich vergrößerte Kollegium erheblich steigen und kann nicht allein durch den vorhandenen Parkplatz am DRK-Heim an der Winkelstraße gedeckt werden. Daher wird im Norden des Schulgeländes, auf der Freifläche zwischen dem vorhandenen Parkplatz an der Carl-Diem-Sporthalle und dem Schulhofbereich der Klassen 8-10, eine neue Parkplatzfläche mit ca. 40 Stellplätzen entstehen. Die Parkplatzfläche kann auch als größere Veranstaltungsfläche genutzt werden. Die Ausgestaltung wird daher mit einer ebenen Asphaltfläche erfolgen, auf der die Parkbereiche dann mit haltbarer Farbe markiert werden.

 

Die voraussichtlichen Kosten zur Umsetzung des Entwurfes liegen im Rahmen des Haushaltsansatzes. Die Kostenermittlung wird projektbegleitend fortgeführt und im Zuge der Vergabebeschlüsse immer weiter konkretisiert.

 

Um die Kosten für die Gemeinde zu reduzieren, wurden Gespräche mit der Bezirksregierung Münster geführt. Mit dem Förderprogramm „Ländlicher Raum“ könnte eine ELER-Förderung (Grundlage ist das vor einiger Zeit beschlossene IKEK) für die o. g. Bereiche Nr. 2, Nr. 5 und Nr. 6 erfolgen.

 

Dazu müssen diese Bereiche aber einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und ein Bedarf an derartigen Flächen vorhanden sein.

 

Förderanträge dazu sollen zum nächsten Stichtag im November bei der Bezirksregierung eingereicht werden.

 

In der Sitzung wird der Entwurf zur Gestaltung des Außengeländes von den beteiligten Planern im Detail vorgestellt.