BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:2013/B/1939  
Art:Beschlussvorlage  
Datum:29.10.2013  
Betreff:Erneuerung der Skateranlage in Wadersloh
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Beschlussvorlage Dateigrösse: 108 KB Beschlussvorlage 108 KB
Dokument anzeigen: Antrag und Unterschriftenliste vom 16.09.2013 Dateigrösse: 490 KB Antrag und Unterschriftenliste vom 16.09.2013 490 KB
Dokument anzeigen: Lageplan Dateigrösse: 323 KB Lageplan 323 KB
Dokument anzeigen: Variantenplanung Dateigrösse: 190 KB Variantenplanung 190 KB
Dokument anzeigen: Zustand Skateranlage Oktober 2013 Dateigrösse: 253 KB Zustand Skateranlage Oktober 2013 253 KB

Der Ausschuss stimmt der Planung zum neuen Skateplatz am bestehenden Standort wie vorgestellt zu. Die Umsetzung soll über die Firma IOU-Ramps, Passau, unter Beteiligung von Jugendlichen im ersten Halbjahr 2014 erfolgen. Das Kreisjugendamt ist zu beteiligen.

 


Im August 1998 - also vor mehr als 15 Jahren - wurde zwischen der Konrad-Adenauer-Hauptschule und der Carl-Diem-Sporthalle eine Skateanlage errichtet. Auf einem plattierten Untergrund ist seinerzeit eine „Halfpipe“ in Stahl-Holzkonstruktion mit Metallfahrbelägen aufgestellt worden. Als zweites Element wurde eine „Bank“ aus Beton zum „Grinden“ aufgestellt.

 

Nachdem Gebrauchsabnutzungen zutage traten, ist die Anlage 2008 an verschiedenen Stellen vom Bauhof repariert worden. Dies ist nun auch bereits ca. 5 Jahre her.

 

Augenblicklich (vgl. Fotos in der Anlage) stellt sich die Skateanlage in einem sehr stark renovierungsbedürftigen Zustand dar.

 

Auf dem von Beginn an eher ungeeigneten, da sehr glatten Metallfahrbelag sammelt sich bei Regen Wasser, teils in Pfützen, was das Unfallrisiko erhöht. Die Metallplatten wölben sich an mehreren Stellen nach oben und bilden Kanten auf dem Fahrbelag. Befestigungsschrauben stehen teilweise schief aus dem Belag heraus, teilweise sind sie ganz ausgerissen. Wasser dringt an verschiedenen Stellen in die Konstruktion ein, beschädigt und versintert Metallverbindungen und schwemmt Holzbauteile teils erheblich auf. Schutzplatten im oberen Bereich der „Halfpipe“ sind teils geborsten.

 

Zum Teil sind auch Anfahrtswinkel und Anfahrtswege samt Abständen zur „Halfpipe“ und zur „Bank“ von Beginn an nicht so angelegt gewesen, dass die Anlage von Skatern wirklich gut und richtig nutzbar gewesen wäre.

 

Diesen Handlungsbedarf hat eine Gruppe von Wadersloher Jugendlichen nun zum Anlass genommen anzufragen, ob hier nicht eine Verbesserung der Situation erfolgen kann. Die Situation im Antrag der Jugendlichen vom 16.9.2013 (vgl. Anlage) ist zutreffend beschrieben. Ehrenamtliche Mitarbeit in einem möglichen Modernisierungsprojekt ist von den Jugendlichen fest zugesagt worden. Die Kontaktdaten sind einer dem Antrag beigefügten Unterschriftenliste zu entnehmen (vgl. Anlage).

 

Im Verlauf der letzten Wochen hat sich die Verwaltung mehrfach mit den Jugendlichen getroffen, um zum einen die Lage zu besprechen und zum anderen zu ergründen, wie die Situation für die Zukunft gut gestaltet werden kann.

 

Dem Unterzeichner kommen in diesem Zusammenhang seine eigenen beruflichen Erfahrungen aus früheren Jahren zugute. Als Geschäftsführer des Jugendkulturringes Rheda-Wiedenbrück hat er Mitte der 1990er Jahre - ebenfalls zusammen mit Jugendlichen - im Rahmen eines Beteiligungsprojektes eine Revitalisierung eines Skateplatzes erfolgreich durchgeführt und umgesetzt. Die Anlage in der „Flora Westfalica“ steht noch heute.

 

Der Bau des Platzes in Rheda-Wiedenbrück ist seinerzeit mit der Passauer Skatebaufirma „IOU-Ramps“ in die Tat umgesetzt worden. Geschäftsführer Andreas Schützenberger war in früheren Jahren selbst Skateboardprofi und hat sich dann als Platzbauer selbstständig gemacht, der heute für Projekte in der ganzen Welt verantwortlich zeichnet. Erfolgreiche Projekte z.B. in Paris, Moskau, Rom und Barcelona oder auch in Bielefeld (Umbau „Kesselbrink“) sind von Andreas Schützenberger und seiner Firma umgesetzt worden (nähere Infos auch unter: www.iou-ramps.com).

 

Seinerzeit hat der Unterzeichner auch in Rheda-Wiedenbrück sehr erfolgreich mit Herrn Schützenberger zusammengearbeitet. Dieser gute, ehemalige Kontakt ist nun hier für Wadersloh wieder aufgenommen worden.

 

Andreas Schützenberger war vor einigen Wochen mehrfach vor Ort. Er hat gemeinsam mit den Jugendlichen diskutiert und ihre Wünsche – nach intensiver Besichtigung und Beurteilung der jetzigen Geräte und des jetzigen Standortes – in die Planung für eine neue Anlage mit einfließen lassen. Der ursprüngliche Gedanke, eine neue Bahn aus Beton gegossen in den Boden einzulassen, wurde dabei aus Kostengründen von den Jugendlichen selbst verworfen.

 

Eine Planung, die jetzt viele und unterschiedlichste Elemente zur Nutzung vorsieht, findet die Akzeptanz der Jugendlichen, die augenblicklich aufgrund der Unbenutzbarkeit des hiesigen Platzes in Lippstadt und Umgebung skaten.

 

Folgende - aus feuerverzinktem Blech, Lärchenholz, Siebdruckplatten und Fahrbelägen aus Spezialkunststoff gefertigte - Elemente soll der Platz erhalten:

 

-        Quarterpipe

-        Bank mit Hip und London Gap

-        Rooftop mit Kicker und Rail

-        Quarterpipe Kids

-        Manual-Pad

-        Flatrail rund

-        Granit-Block.

 

Die bestehende „Halfpipe“ kann möglicherweise seitlich der Turnhalle auch weiterhin vorgehalten werden. Einzelheiten müssen zu diesem Punkt noch geklärt werden.

 

Für die Herrichtung des Platzes aus Asphalt wären rd. 350 – 400 qm zu asphaltieren. Die vor Ort aufzufindenden Platzverhältnisse machen diese Planung, die in der Anlage ebenfalls beigefügt ist, möglich.

 

IOU-Ramps hat die Kosten per Angebot vom 18.10.2013 mit rd. 27.000,00 € brutto, incl. aller Transport- und Aufbaukosten beziffert. Hinzu kommen noch einmal ca. 11.000,00 € für die Herrichtung des Platzes mit Asphalt.

 

Die Deckung der gemeindlichen Kosten soll durch eine Erhöhung der entsprechenden Kostenstelle „06.02.02/Spielp 001“ im Haushaltsplan für das Jahr 2014 erfolgen. Für die restlichen notwendigen Mittel liegen bereits ernstzunehmende Sponsoringsignale verschiedener Spender vor.

 

Auch das Jugendamt des Kreises Warendorf, das bereits in das Projekt mit eingebunden ist, hat Möglichkeiten der Mitfinanzierung signalisiert. Ebenso ist die „Villa Mauritz“ im Projekt beteiligt, wenn auch die Möglichkeiten wegen der engen personellen Ressourcen begrenzt sind.

 

Die Umsetzung des Projektes soll im ersten Halbjahr 2014 zusammen mit den Jugendlichen erfolgen.

 

Wenn eben möglich, wird Herr Schützenberger persönlich für Fragen zur Planung und zum Projekt in der Sitzung zur Verfügung stehen. Ansonsten erfolgen weitere Erläuterungen bei Bedarf durch die Verwaltung.


Anlagen:

Antrag der Jugendlichen vom 16.9.2013

Unterschriftenliste

Bilder Zustand Skateranlage Oktober 2013

Lageplan

Planung Skateranlage neu in 2 Varianten (Variante 1: Betonwanne u. Variante 2: aufstehende Rampen)