Betreff
Schulentwicklungsplanung und Schulstatistik
Vorlage
2007/B/0612
Art
Beschlussvorlage

Auf eine Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes wird verzichtet. Die Schulentwicklungsplanung ist nur im Bedarfsfall (Errichtung, Änderung, Auflösung, Grundschulverband) fortzuschreiben. Die Entwicklung der Schüler, Klassen und Geburtenzahlen ist dem Ausschuss für Schule, Kultur und Sport jährlich aufzuzeigen.

Der Rat der Gemeinde Wadersloh hat am 20.09.2001 die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes für den Zeitraum 2001 bis 2006 einstimmig verabschiedet. Die Verpflichtung zur Aufstellung von Schulentwicklungsplänen wurde inzwischen aufgehoben.

 

Nach § 80 des neuen Schulgesetzes sind u. a. die Gemeinden verpflichtet, zur Sicherung eines gleichmäßigen und alle Schulformen und Schularten umfassenden Bildungs- und Abschlussangebots für ihren Bereich eine mit den Planungen benachbarter Schulträger abgestimmte Schulentwicklungsplanung zu betreiben. Sie können hierbei bestehende Ersatzschulen berücksichtigen.

 

Im Rahmen von Genehmigungsverfahren ist vom Schulträger der Aufsichtsbehörde die Schulentwicklungsplanung anlassbezogen darzulegen. Solche Anlässe sind die Errichtung, die Änderung und die Auflösung einer Schule sowie der organisatorische Verbund von Schulen. Im Rahmen dieser Genehmigungsverfahren ist die Schulentwicklungsplanung vom Schulträger darzulegen.

 

Die demographische Entwicklung macht es erforderlich, sich des aktuellen Entwicklungsstandes zu vergewissern. Nach dem neuen Schulgesetz wird der Stichtag für die Einschulung schrittweise verlegt. Ab dem Schuljahr 2007 / 2008 ergeben sich daher folgende Stichtage und Zeiträume:

 

Schuljahr 2007 / 2008

31. Juli,

01.07.00

-

31.07.01

=

13 Monate

Schuljahr 2008 / 2009

31. Juli,

01.08.01

-

31.07.02

=

12 Monate

Schuljahr 2009 / 2010

31. August,

01.08.02

-

31.08.03

=

13 Monate

Schuljahr 2010 / 2011

31. August

01.09.03

-

31.08.04

=

12 Monate

Schuljahr 2011 / 2012

30. September

01.09.04

-

30.09.05

=

13 Monate

Schuljahr 2012 / 2013

31. Oktober

01.10.05

-

31.10.06

=

13 Monate

Schuljahr 2013 / 2014

30. November

01.11.06

-

30.11.07

=

13 Monate

Schuljahr 2014 / 2015

31. Dezember

01.12.07

-

31.12.08

=

13 Monate

 

Kinder, die nach dem 30. September das sechste Lebensjahr vollenden, werden ab dem Schuljahr 2012 / 2013 auf Antrag der Eltern ein Jahr später eingeschult.

 

Nachfolgend werden die Schulstatistik vom laufenden Schuljahr 2006 / 2007, die Anmeldungen für das Schuljahr 2007 / 2008 und die Zahl der Geburten für die einzelnen Grundschulen nach den neuen Stichtagen aufgezeigt:

 

 

Schülerzahlen für das Schuljahr 2006/2007, Stand: 01.10.2006 (Schulstatistik)

 

 

 

Name

der Schule

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Schüler

insgesamt

Klassen

Fahrschüler

Bus/

Mietwagen

Grundschule

Diestedde

 

27

 

36

 

36

 

48

 

 

 

 

 

 

 

147

 

7

 

31

Grundschule Liesborn

 

42

 

45

 

44

 

40

 

 

 

 

 

 

 

171

 

8

 

63

Grundschule

Wadersloh

 

77

 

61

 

72

 

81

 

 

 

 

 

 

 

291

 

12

 

108

Grundschulen

Insgesamt

 

146

 

142

 

152

 

169

 

 

 

 

 

 

 

609

 

27

 

202

Hauptschule

Wadersloh

 

 

 

 

 

34

 

42

 

64

 

54

 

67

 

63

 

324

 

15

 

189

Realschule

Wadersloh

 

 

 

 

 

83

 

66

 

51

 

57

 

83

 

69

 

409

 

16

 

258

insgesamt

146

142

152

169

117

108

115

111

150

132

 

1.342

58

649

 

 

Schüler

aus

5

6

7

8

9

10

11

12

13

 Schüler

insgesamt

Fahrschüler

Johanneum

Gymnasium

Wadersloh      395

Auswärtige      386

94

95

89

86

92

77

82

99

67

       781

571

 

 

 

Schulentwicklungsplanung ab Schuljahr 2007 / 2008

 

 

 

Anmeldungen

für Schuljahr

Geburten für Schuljahr

(Stand 30.04.2007)

 

 

2007 / 2008

1.7.00–31.7.01

13 Monate

2008 / 2009

1.8.01-31.7.01

12 Monate

2009 / 2010

1.8.02-31.8.03

13 Monate

2010 / 2011

1.9.03-31.8.04

12 Monate

2011 / 2012

1.9.04-30.9.05

13 Monate

2012 / 2013

1.10.05-31.10.06

13 Monate

 

Grundschule

Diestedde

           29

           21

           31

           22

           28

           21

Grundschule

Liesborn

           37

           35

           35

           30

           28

           33

Grundschule

Wadersloh

           68

           74

           71

           65

           67

           51

Grundschulen

insgesamt

         134

         130

         137

         117

         123

 

         105

 

 

Nach Mitteilung der Schulleitung der Grundschule Diestedde wird mit drei Rückläufern gerechnet. Es könnten mit Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde bei 32 Kindern zwei Eingangsklassen mit je 16 Schülern im Schuljahr 2007 /2008 gebildet werden.

 

In der Grundschule Liesborn werden zwei Eingangsklassen und in der Grundschule Wadersloh drei Eingangsklassen gebildet.

 

Für die Hauptschule wurden 43 Schüler angemeldet. Zwei Klassen werden gebildet. Einzugsbereich für die Hauptschule ist die Gemeinde Wadersloh.

 

Die Realschule wird 79 Schüler in drei Klassen aufnehmen. Einzugsbereich ist die Gemeinde Wadersloh und die Ortsteile Stromberg, Sünninghausen, Bad Waldliesborn, Benteler und Langenberg.

 

Das Gymnasium Johanneum wird 110 Schüler in vier Klassen aufnehmen. Einzugsbereich ist die Gemeinde Wadersloh und die Ortsteile Benteler, Langenberg, Stromberg, Oelde, Sünninghausen, Herzfeld, Lippborg und Beckum.

 

 

Nach dem neuen Schulgesetz müssen Grundschulen bei der Errichtung mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang haben, bei der Fortführung mindestens eine Klasse pro Jahrgang. Grundschulen mit weniger als zwei Klassen pro Jahrgang sollen, wenn der Schulträger deren Fortführung für erforderlich hält, zur Erreichung angemessener Klassen und Schulgrößen möglichst als Teilstandort (Grundschulverband) geführt werden.

 

Hauptschulen müssen mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang haben. Eine Hauptschule kann mit einer Klasse pro Jahrgang fortgeführt werden, wenn den Schülerinnen und Schülern der Weg zu einer anderen Hauptschule mit mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang nicht zugemutet werden kann oder sich aus dem Standort der Hauptschule und der Schulentwicklungsplanung ergibt, dass ihre Fortführung für die soziale und kulturelle Entwicklung der Gemeinde von entscheidender Bedeutung ist und diese Aufgabe von einer anderen weiterführenden Schule nicht übernommen werden kann. Der Unterricht ist in diesem Fall gemeinsam mit anderen Schulen und, soweit erforderlich, durch zusätzliche Lehrerstellen sicherzustellen.

 

Realschulen müssen mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang haben. Wird diese Mindestgröße unterschritten, kann eine Realschule fortgeführt werden, wenn sich aus der Schulentwicklungsplanung ergibt, dass dies im Planungszeitraum nur vorübergehend der Fall ist und den Schülerinnen und Schülern der Weg zu einer anderen Realschule mit mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang nicht zugemutet werden kann.

 

Gymnasien müssen bis Jahrgangstufe 10 bei der Errichtung mindestens drei Parallelklassen pro Jahrgang haben, bei der Fortführung mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang. Wird diese Mindestgröße unterschritten, kann ein Gymnasium fortgeführt werden, wenn sich aus der Schulentwicklungsplanung ergibt, dass dies im Planungszeitraum nur vorübergehend der Fall ist und den Schülerinnen und Schülern der Weg zu einem anderen Gymnasium mit mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang nicht zugemutet werden kann.

 

Nach der Schulstatistik 2006 / 2007, den Anmeldungen für das Schuljahr 2007 / 2008 und die Zahl der Geburten für die einzelnen Grundschulen nach den neuen Stichtagen besteht für die Gemeinde zzt. kein Handlungsbedarf.  Die Schulstandorte der Gemeinde sind gesichert.