Betreff
Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 52 "Diestedde West"
Entscheidung über eingegangene Anregungen und Bedenken im Rahmen der Beteiligung gem. § 4 (1) BauGB
Kreis Warendorf
Vorlage
2006/M/0264/1/1
Aktenzeichen
61.26.11.52
Art
Beschlussvorlage

 

Zu: Gesundheitsamt

Der Hinweis, dass in der Legende (Gliederungspunkt 5) die Anforderung an Schallschutzfenster Klasse II mit Lüftungseinrichtungen nicht erwähnt ist, wird zur Kenntnis genommen, beachtet und entsprechend unter Gliederungspunkt 5 mit aufgeführt.

 

 

Zu: Straßenverkehrsbehörde

Der Anregung, bei Stichwegen - die nicht von Müllfahrzeugen befahren werden - einen Standort für das Abstellen von Abfallgefäßen einzuplanen, wird nicht gefolgt. Die kurzen Stichstraßen erschließen zusätzlich maximal 5 Baugrundstücke. Die Straßen sind mit 5,00 m breit genug, um kurzfristig am Abholtag Mülltonnen abzustellen. Eine gesondert ausgewiesene Fläche würde unnötig mehr Straßenfläche in Anspruch nehmen und diese auch leicht verschmutzen.

 

Der Hinweis, dass die Überfahrt zum Berkenweg nachhaltig durch bauliche Maßnahmen zu unterbinden ist, um einen Schleichverkehr über die Anbindung Richtung L 586 oder L 793 zu unterbinden, wird im Rahmen der Ausbauplanung durch entsprechende Sperrungen berücksichtigt.

 

 

Zu: Untere Landschaftsbehörde

Zu a) – c):

Die Hinweise werden beachtet.

 

 

Zu: Untere Wasserbehörde

Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Zu: Untere Bodenschutzbehörde

Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen.

 

 

Zu: Brandschutzdienststelle

Zu 1. – 3.:

Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen und im Rahmen der Realisierung berücksichtigt.

 

 

Zu: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien

Der Hinweis auf ausreichende Sicherstellung von öffentlichen Spielflächen wurde beachtet. Im Zentrum des Plangebietes ist ein Kleinkinderspielplatz von 550 m² vorgesehen. Im Sportzentrum stehen ausreichend Bolzplatzflächen für ältere Kinder zur Verfügung. Außerdem ist in Diestedde ein ausreichendes Angebot an Flächen für Jugend, Freizeit und Tageseinrichtungen vorhanden.

 

 

 

Der Kreis Warendorf hat mit Schreiben vom 15.11.2006 folgende Stellungnahme abgegeben:

 

„Gesundheitsamt:

Immissionsschutz:

In der Begründung wird ausgeführt, dass im Lärmpegelbereich II Schallschutzfenster der Klasse 2 mit Lüftungseinrichtungen erforderlich sind.

In der Legende (Gliederungspunkt 5) wird diese Anforderung nicht erwähnt. Da selbst bei nur teilweise geöffnetem Fenster ein ungestörter Schlaf bei Beurteilungspegeln über 45 dB (A) häufig nicht mehr möglich ist (Beiblatt 1 zur DIN 18005), wird empfohlen, die Lüftungseinrichtungen auch in der Legende unter Gliederungspunkt 5 mit aufzuführen.

 

 

Straßenverkehrsbehörde:

Anregungen:

In den Einmündungsbereichen der von Müllfahrzeugen nicht zu befahrenden „Stichwege“ in die Hauptachse, sollten Flächen für das Abstellen der Abfallgefäße so eingeplant werden, dass u. a. die Übersicht oder die Benutzer evtl. vorgesehener Gehwege nicht beeinträchtigt werden.

 

Hinweise:

Die zurückzulegende Strecke von der Langen Straße über die Friedhofstraße und „Am Schürbusch“ bis zur mittleren Anbindung an die Straße „Im Claesfeld“ ist allein über 600 m lang. Wegen der auf dieser Strecke geltenden  Höchstgeschwindigkeiten (30 km/h bzw. Schrittgeschwindigkeit) ist u. a. kaum davon auszugehen, dass die geplanten „Notüberfahrten“ aus/in Richtung Berkenweg vom täglichen Kfz-Verkehr mit Zielen im Zuge der L 586 oder der L 793 nicht genutzt werden. Deswegen sollte zumindest dargestellt werden, wie die häufig attraktivere Verbindung über den Berkenweg nachhaltig unterbunden werden soll; eine Sperrung der Notüberfahrten allein durch Verkehrszeichen dürfte mangels ausreichender Überwachung kein geeignetes Mittel sein.

 

 

Untere Landschaftsbehörde:

Dem B-Plan kann aus Sicht der Unteren Landschaftsbehörde grundsätzlich zugestimmt werden.

 

a)

Mit mir abzustimmen ist noch die vorgesehene Überplanung der im Landschaftsplan „Wadersloh“ gepflanzten Baumreihe (Festsetzungs-Nr. 5.1.67) entlang des Wirtschaftsweges.

 

 

b)

Das ermittelte Kompensationsdefizit von 6.934 Wertpunkten soll im Flächenpool der Gemeinde Wadersloh ausgeglichen werden.

 

 

c)

Da von hier aus zzt. nicht nachvollzogen werden kann, inwieweit der Flächenpool bereits durch andere  B-Planverfahren und weitere Eingriffe in Natur und Landschaft in Anspruch genommen wurde, bitte ich, mir im weiteren B-Planverfahren eine Zusammenstellung der bisher im Flächenpool verbuchten Werteinheiten vorzulegen.“

 

 

Untere Wasserbehörde:

Umfang und Detaillierungsgrad des Umweltberichtes bedürfen keiner Ergänzung.

 

 

Untere Bodenschutzbehörde:

Umfang und Detaillierungsgrad des Umweltberichtes bedürfen keiner Ergänzung.

 

Weder das Kataster des Kreises über altlastverdächtige Flächen und Altlasten noch das Verzeichnis über Altablagerungen, Altstandorte und schädliche Bodenveränderungen enthalten zurzeit Eintragungen im Plangebiet/Änderungsbereich und im Untersuchungsgebiet der Umweltprüfung.

 

Auch darüber hinaus liegen hier keine Anhaltspunkte vor, die den Verdacht einer Altlast oder schädlichen Bodenveränderung begründen.

 

Bezüglich der Umweltprüfung werden Belange des Bodenschutzes in der Begründung/im Umweltbericht auch vom Umfang und Detaillierungsgrad her in ausreichendem Maße berücksichtigt. Ergänzungen sind aus meiner Sicht nicht erforderlich.

 

 

Brandschutzdienststelle:

Gegen die Maßnahme bestehen unter Beachtung der nachfolgend aufgeführten Maßnahmen aus Sicht des abwehrenden Brandschutzes keine Bedenken.

 

1.

Für das ausgewiesene Gebiet ist gemäß Arbeitsblatt W 405 eine Löschwassermenge von 800 l/Min. für eine Einsatzdauer von 2 Stunden sicherzustellen.

 

 

2.

Zur Löschwasserentnahme sind Hydranten in Abständen von höchstens 150 m, gemessen in der Straßenachse zu installieren.

 

 

3.

An gut sichtbaren Stellen sind Hydrantenhinweisschilder anzubringen.

 

 

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien:

Für das ausgewiesene Gebiet ist sicherzustellen, dass genügend öffentliche Spielfläche in der jeweils notwendigen Kategorie eingeplant wird. Darüber hinaus sind entsprechend der jeweiligen Gebietsgröße Flächen für Jugend-, Freizeit und Tageseinrichtungen vorzuhalten.