17.12.2020

Spatenstich für den Umbau

Haus Maria Regina erhält in den kommenden drei Jahren eine neue Struktur – Ordensgemeinschaft investiert als Träger rund 8,2 Millionen Euro

Die Bauarbeiten gewinnen etwas später als geplant – aber jetzt kann es losgehen. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Heizungsanlagen erneuert, Rohre verlegt und Aufträge an Handwerker vergeben worden sind, beginnen am 9. Dezember offiziell die Bauarbeiten am Seniorenheim Haus Maria Regina in Diestedde. Der Altbau entspricht nach inzwischen 50-jähriger Nutzung nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Daher wird in drei Phasen um- und teilweise neugebaut.

Die Umstrukturierung geschieht in drei Phasen: Zunächst entsteht im südlichen Bereich des Grundstücks bis zum Frühjahr 2022 ein völlig neuer Gebäudetrakt für 42 Seniorinnen und Senioren. Er bietet nach der Fertigstellung Platz für etwas mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner. Anschließend wird voraussichtlich bis zum Sommer 2023 der leergezogene Querbau im hinteren Bereich des Grundstücks kernsaniert. Wenn auch diese Maßnahmen abgeschlossen sind, ziehen die 38 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem verbliebenen Altbau – der jetzt an der Langen Straße heranreicht – in den sanierten Trakt um. Schließlich wird der leergezogene Altbauflügel zurückgebaut. Dann bildet die frei gestellte Giebelwand den neuen Haupteingang. Im Frühjahr 2024 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

„Durch diese zeitliche Gliederung ist gewährleistet, dass die Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb des Hauses so gut wie möglich vor Belästigung durch Lärm oder Gerüche geschützt sind. Die ganze Umbauphase soll kontrolliert und möglichst reibungslos ablaufen“, erklärt der Geschäftsführer der Seniorenhilfe SMMP, Frank Pfeffer.

Die Seniorenhilfe SMMP ist Betreiber des Seniorenheims. Bauherrin ist die Ordensgemeinschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, die somit in die Zukunft dieses geschichtsträchtigen Standortes investiert. Hier leben bereits seit 1870 Ordensschwestern. Das soll so bleiben. Das Gebäude für den derzeit achtköpfigen Kovnvent bleibt bestehen.

Die Baukosten betragen voraussichtlich rund 8,2 Millionen Euro. „Es soll dann allen aktuellen Anforderungen und Bedürfnissen an stationäre Pflegeeinrichtungen entsprechen: sowohl aus Sicht unserer 80 Bewohnerinnen und Bewohner als auch im Sinne unserer fast 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erläutert Frank Pfeffer. Zudem erhalte das Haus ein „völlig neues Gesicht“ zur Langen Straße hin. In Verbindung mit einem großzügigen Vorplattz, auf dem Grün- und Terassenflächen vorgesehen sind, könne sich das Seniorenheim mehr zum Ort hin öffnen und präsenter sein als bisher.

Die Zahl der Wohnplätze bleibt nach dem Umbau ebenso unverändert, wie die der Beschäftigten. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Auch Bürgermeister Christian Thegelkamp freute sich auf den ersten Spartenstich und wünschte dem Projekt alles Gute. „Das ist ein schöner und wichtiger Tag für Diestedde und die ganze Gemeinde. Es ist auch ein klares Bekenntnis des Trägers und Investors zum Ort mit einem Zukunftsplan für eine Einrichtung, die den Menschen zugewandt ist.“, freute sich der erste Bürger der Gemeinde.

Derzeit leben noch 16 Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims in Doppelzimmern. Nach dem Umbau wird es nur modern eingerichtete Einzelzimmer geben. Alle Bäder sind dann barrierefrei, hell und freundlich. Auch sind in jeden Wohnbereich eigene Wohn-, Ess- und Kochbereiche mit Nebenräumen sowie Balkone vorgesehen, um die Atmosphäre familiär zu gestalten. „Dieses sogenannte Wohngruppenkonzept hat sich in unseren bereits umgebauten bzw. neu gebauten Häusern in Wadersloh, Geseke und Heiden bewährt“, weiß die Heimleiterin des Hauses Maria Regina, Antje Rostalski. Erst in der vergangenen Woche wurde das Haus St. Martin in Herten-Westerholt, das ebenfalls nach diesem Konzept neu errichtet wurde, bezogen.

Diese Struktur ermöglicht individuellere Angebote in den Wohnbereichen. Zum Beispiel können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wohnküchen gemeinsam mit den Senioren schon kleinere Speisen oder eigene Beilagen zubereiten.

Frank Pfeffer verspricht: „Diestedde darf sich auf das neue Haus Maria Regina freuen. Es wird nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern für den ganzen Ort eine Bereicherung sein.“