01.09.2020

RaiseYourVoice: Ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

v.l. Bürgermeister Christian Thegelkamp, Laura Fatelli, Nele Bayer, Stella Faust und Josie Laas.

Unter dem Motto #RaiseYourVoice haben sich in den vergangenen Wochen Jugendliche aus der Gemeinde Wadersloh eine besondere Form des Protests überlegt. In allen Ortsteilen wurden kleine Steine verteilt, die zuvor mit Aufrufen für Zivilcourage und gegen Fremdenfeindlichkeit versehen wurden.

Um mehr über die Idee und über die Hintergründe zu erfahren, lud Bürgermeister Christian Thegelkamp die jungen Initiatoren zu einem Gespräch ein. Dort berichteten die Schülerinnen Laura Fatelli, Nele Bayer, Stella Faust und Josie Laas von ihrer Motivation.

Ausgangspunkt war der Tod des Amerikaners George Floyd und die anschließende Berichterstattung über die Proteste und Hintergründe der „Black Lives Matter“-Bewegung. Daraufhin überlegten sich die Jugendlichen, wie sie ihrer Trauer und ihrer Wut über die Geschehnisse auch in der Gemeinde Wadersloh Ausdruck verleihen können.

In Chat-Gruppen und sozialen Medien tauschten sich die 14- und 15jährigen Freundinnen mit weiteren Gleichgesinnten aus und überlegten zusammen, was sie hier vor Ort gegen Rassismus unternehmen können. Da Geld-Spenden oder das Unterzeichnen von Petitionen für die Minderjährigen nicht so leicht möglich waren, suchten sie einen kreativen Ansatz, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen.

Während bei Protesten andernorts nicht nur friedlich bleiben, entschieden sich die Jugendlichen Steine für eine kreative Protestaktion zu nutzen. Kurzentschlossen wurden zahlreiche kleine Steine, und mit einer Botschaft gegen Rassismus und für ein friedvolles Miteinander versehen und in der Gemeinde verteilt.

Bürgermeister Christian Thegelkamp zeigte sich beeindruckt von den schon in jungen Jahren sehr reflektierten Schülerinnen, die politisch interessiert sind und sich über die Gemeinde und über Grenzen hinweg für Mitmenschlichkeit einsetzen. „Die Aktion RaiseYourVoice ist ein gutes Beispiel, wie sich auch junge Menschen mit guten Ideen und ohne großen finanziellen Aufwand für den Kampf gegen Rassismus stark machen können. Bleibt auf diesem Weg. Ich finde das gut! Engagiert euch. Wenn ihr wollt, dass sich etwas ändert, müsst ihr euch weiter engagieren. Rassismus soll und darf hier und auch überall anderswo kein Thema sein.“