16.12.2020

Neufassung der Coronaschutzverordnung zum 16. Dezember 2020

Trotz der Anfang November deutschlandweit eingeführten Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, sind die Infektions- und Todeszahlen dramatisch gestiegen. Die Situation in den Krankenhäusern ist vielerorts äußerst angespannt.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben daher entschieden, ab dem 16. Dezember das öffentliche Leben, bis auf die Versorgung mit Lebensmitteln und den wichtigsten Gütern des täglichen Bedarfs, praktisch komplett herunter zu fahren.

Auch in der Gemeinde Wadersloh gelten daher – zunächst bis zum 10. Januar – folgende verschärfte Regeln:

  • Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch auf maximal 5 Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.
  • Vom 24.-26. Dezember sind ausnahmsweise Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis erlaubt.
  • An die Bürgerinnen und Bürger wird jedoch eindringlich appelliert, Familienkontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und auch keine verschiedenen kleineren Familientreffen an diesen Tagen zu veranstalten.

 

Geschlossen werden:

  • Der Einzelhandel mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol- und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradwerkstätten, der Autovermietung, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, Kioske und Zeitungsverkaufsstellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  • Auch die Schulen werden grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen gelten gesonderte Regelungen.
  • In Kindertagesstätten wird analog verfahren.
  • Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.
  • Für Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste sind besondere Schutzmaßnahmen zu treffen.

Aufgrund der hohen Fallzahlen in der Gemeinde Wadersloh, wird dringend darum gebeten, Besuche in den gemeindlichen Alten- und Pflegeheime auf ein absolutes, unabdingbares Minimum zu reduzieren bzw. am besten ganz zu unterlassen.

Untersagt sind:

  • Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum.
  • An- und Versammlungen am Silvestertag und Neujahrstag.
  • Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester.
  • Das Zünden von Silvesterfeuerwerk auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen der Gemeinde Wadersloh. Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk auf Privatgrundstücken wird dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems.
  • Jagden.
  • Partys und Feiern.
  • Übernachtungen zu privaten Zwecken in Beherbergungsbetrieben.
  • Der Betrieb von Fahrschulen.

Diese einschneidenden Maßnahmen verlangen uns allen viel ab, sie sind aber dringend notwendig, um die Infektionszahlen einzudämmen und um weitere schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle sowie eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.