01.01.2021

Grußwort des Bürgermeisters zum Neuen Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zurückblickend auf das vergangene Jahr hielt und hält uns auch weiterhin die Corona-Pandemie fest im Griff. Steigende Infektions- und Todeszahlen und eine angespannte Situation in unseren Krankenhäusern und vor allem in unseren Pflegeheimen zwingen uns allen Verhaltensweisen auf, die zuvor undenkbar waren.

Aufgrund der besorgniserregenden Lage haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder nun erneut entschieden, ab dem 16. Dezember das öffentliche Leben praktisch komplett herunter zu fahren.

Wir erleben mit diesem zweiten „Lockdown“ Einschnitte in unsere persönlichen Freiheiten:
Schulen und Kitas sind – bis auf eine Notfallbetreuung – geschlossen. Ebenso geschlossen sind fast alle Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe. Veranstaltungen sind weiterhin abgesagt, Treffen auf ein Minimum reduziert. Dinge, die wir bisher für eine Selbstverständlichkeit gehalten haben, gehen nicht mehr: Reisen, Einkaufsbummel, der Besuch im Restaurant. All das ist zunächst bis zum 10. Januar nicht möglich. Das öffentliche Leben steht weitestgehend still.

Verständlicherweise führt das bei manchen von Ihnen zu Verunsicherung, Sorge und Angst.

Wir alle hoffen, dass niemand aus unseren Familien, aus unseren Freundeskreisen oder von anderen uns nahestehenden Menschen am Corona-Virus erkrankt. Und wenn doch, dann wünschen wir uns für diese Patienten die bestmögliche Behandlung und einen milden Krankheitsverlauf.

Und wir warten sehr darauf, dass die Impfungen auch außerhalb der Seniorenheime nun bald beginnen. Das Impfzentrum in Ennigerloh steht hierfür schon bereit.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
an dieser Stelle spreche ich Ihnen Mut zu. Mut, durchzuhalten und daran zu denken, dass die Corona-Epidemie irgendwann im nächsten Jahr weitgehend unter Kontrolle sein wird.

Die derzeitige Krisenerfahrung, davon bin ich überzeugt, wird dazu führen, dass wir alle enger zusammenrücken und dass wir alle aus dieser Phase auch neue Kraft schöpfen - ungeachtet aller wirtschaftlicher Schwierigkeiten.

Wir sind in der Corona-Krise dabei, den Wert der Solidarität, der Gemeinschaft und der Achtsamkeit wiederzuentdecken. Das ist – angesichts der ernsten Lage – ein gutes Zeichen. Menschlichkeit zuerst – das muss unser Motto werden, sein und bleiben!
„Ich zuerst“, ist in diesen Zeiten kein gutes Motto.
Ich bin überzeugt, wenn die Krise vorbei ist, werden wir eine spürbare Wiederkehr von Lebensfreude und Genuss an unserer Gemeinschaft erleben, die uns alle tragen wird, und wir werden eine große Lust spüren, wieder loszulegen, zu arbeiten und auch zu feiern, auch wenn wir bis dahin noch ein Stück Weg mit großer Vorsicht und einigen Regeln zurücklegen müssen.

Ich hoffe, dass die zweite Jahreshälfte im neuen Jahr wieder voll sein wird mit beruflichen Terminen, mit sozialen Ereignissen, mit Konzerten, mit Treffen im Familien- und Freundeskreis und insgesamt mit persönlichen Begegnungen.
Darauf freue ich mich – gewiss mit Ihnen allen gemeinsam – sehr.
Viele haben dann an dieser Entspannung der schwierigen Situation entscheidend mitgewirkt.

Bedanken möchte ich mich in diesem Zusammenhang beim Gemeinderat aber auch und vor allem bei den vielen Ehrenamtlichen vom DRK und von der Feuerwehr.
Auch die Ärztinnen und Ärzte am Ort haben mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Praxen außerordentliches geleistet.
Nicht vergessen dürfen wir die Pflegedienstleitungen und die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten, die sich seit Monaten klaglos und hochmotiviert für unsere alten und schutzlosen Mitmenschen einsetzen und die dafür ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Ihnen allen zolle ich den größten Respekt!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien und Freunden für das neue Jahr viel Glück, Erfolg und Zufriedenheit. Nur gemeinsam bewältigen wir diese Herausforderung, die uns alle betrifft!
Und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Christian Thegelkamp
Bürgermeister